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Ein paar Gedanken zu Seaspiracy

 

Du hast wahrscheinlich schon von diesem trendigen Dokumentarfilm gehört: Seaspiracy. Wow, hat dieser Film Wellen geschlagen!

In dieser blog wollten wir dir unsere 5 wichtigsten Erkenntnisse zum Thema Seaspiracy vorstellen.

Seaspiracy ist eine Dokumentation über die Auswirkungen der kommerziellen Fischerei und was dies für das Leben im Meer bedeutet. Sie wurde vom Team, das auch hinter dem preisgekrönten Film Cowspiracy aus dem Jahr 2014 steht, gemacht. Fangen wir direkt an:

1. DURCH DIE FISCHEREI-INDUSTRIE WIRD MEERESFAUNA GETÖTET 

Wir als Smyle kämpfen gegen Kunststoffe, da diese unsere Umwelt zerstören und verschmutzen. Die kommerzielle Fischerei tötet jedoch Meeresfauna mit einer unglaublichen Geschwindigkeit.

Kapitän Peter Hammarstedt von der Sea Shepherd Conservation Society gab an, dass jedes Jahr über 300.000 Wale und Delfine als Beifang getötet werden. Über 40 % von allem, was gefangen wird, ist Beifang und wird wieder über Bord geworfen, wo der Großteil davon stirbt.

Eine weitere Tatsache: Weltweit werden nur 1.000 Todesfälle von Meeresschildkröten pro Jahr durch Plastik verursacht, während allein in den USA jedes Jahr 250.000 Meeresschildkröten von Fischereifahrzeugen gefangen, verletzt oder getötet werden.

Fischen ist in der Tat gefährlicher als Ölverschmutzungen. Callum Roberts, Professor für Meeresschutz an der Universität von Exeter, sagt: „Die Fischerei-Industrie im Golf von Mexiko zerstört an einem Tag mehr Tiere als die Ölpest Deepwater Horizon in Monaten."

Das niederländische Team von Keuringsdienst van Waarde hat festgestellt, dass man 30 Sardellen benötigt, um eine kleine Fischölkapsel herzustellen. Sardellen sind eine Nahrungsquelle für eine ganze Reihe anderer Tierarten.

Kein Zweifel also: Die Fischerei-Industrie schafft große Probleme.

2. FISCHERNETZE SIND DIE GRÖSSTE QUELLE DER KUNSTSTOFFVERSCHMUTZUNG

Seaspiracy macht auch deutlich, dass die überwältigende Gefahr für unsere Meeresfauna nicht aus Plastikstrohhalmen besteht, die nur 0,03 % des Plastiks ausmachen, das in die Ozeane gelangt. Es sind all die anderen Dinge aus Plastik, die wir verwenden.

Es gibt einige Diskussionen darüber, was der tatsächliche Anteil ist. Im Great Pacific Garbage Patch ist es wahrscheinlich viel mehr als in anderen Teilen der Ozeane, aber höchstwahrscheinlich liegt es zwischen 20 und 46 %. Es ist unglaublich.

Dies bedeutet immer noch, dass 54 bis 80 % der Plastikverschmutzung, die wir verursachen, durch Dinge entsteht, die wir täglich konsumieren, aber es zeigt auch die außerordentlichen Auswirkungen, die die Fischerei-Industrie hat.

3. REDUZIERUNG DES KONSUMS VON FISCH UND MEERESFRÜCHTEN IST DIE EINZIGE NACHHALTIGE LÖSUNG

Wenn du dir Sorgen machst, dass dir der Geschmack oder sogar die Nährstoffe von Meeresfrüchten fehlt, versichert Seaspiracy den Zuschauern, dass dies nicht nötig ist: Omega-3-Fettsäuren kannst du auch woanders herbekommen.

„Die Leute wissen nicht, dass Fische keine Omega-3-Fettsäuren produzieren - es sind die Algenzellen, die die Omega-3-Fette produzieren, und die Fische schlucken die Algenzellen“, sagt Dr. Michael Klaper, Arzt am TrueNorth Health Center. Theoretisch könnte man also einfach die Algen essen, um die Nährstoffe zu bekommen.

Wir denken, dass dies nicht so einfach ist, wie es dargestellt wird, aber es ist sicherlich der einzig mögliche Weg nach vorne. Insbesondere auch, weil der Dokumentarfilm zeigt, dass nachhaltige Fischerei kaum existiert und an sich enorme Umweltauswirkungen hat. Nachhaltige Fischerei könnte dazu beitragen, die Auswirkungen zu mildern, ist jedoch nicht die endgültige Lösung.

 

4. EINE GROSSE VERPASSTE GELEGENHEIT: DIE GESETZGEBUNG 

Der Kampf gegen das Rauchen wird durch Rauchverbote an öffentlichen Orten wie Bars, Krankenhäusern, Einkaufszentren usw. gewonnen. Der Kampf gegen Autounfälle wird gewonnen, indem Sicherheitsgurte vorgeschrieben werden.

Die Bedeutung neuer Gesetze und die Durchsetzung bestehender Gesetze kann nicht genug betont werden! Hierfür sind internationale Maßnahmen erforderlich. Darauf wird in der Dokumentation nicht ausreichend hingewiesen. Eine verpasste Gelegenheit.

 

5. BESCHWERE DICH NICHT ÜBER DEN KLANG DER MUSIK, WÄHREND DIE TITANIK SINKT

Viele Wissenschaftler und andere mit der Fischerei verbundene Personen entgegnen, dass der Dokumentarfilm Unwahrheiten und Fehlinterpretationen enthält. Und in einigen Fällen haben sie wahrscheinlich Recht.

Die am häufigsten erwähnte „Unwahrheit“ ist die Aussage, dass die Ozeane bis 2048 leer sein werden, wenn wir wie bisher weiter fischen.

Diese Behauptung ist eine Fehlinterpretation einer Studie, in der angegeben wird, dass bis 2048 alle ausgebeuteten Fischpopulationen der Welt so erschöpft sein würden, dass sie weniger als 10 % ihrer historisch höchsten Fänge liefern würden.

Unsere Meinung ist, auch wenn dies eine Fehlinterpretation ist, die bloße Tatsache, dass dies möglicherweise nicht im Jahr 2048, aber vielleicht 10 bis 30 Jahre später, geschehen könnte, ist erschreckend genug. Wenn es nicht 0 % ist, sondern 10 % oder 20 % ist es immer noch schlimm.

Konzentrieren wir uns hier auf die größeren Trends. Die Botschaft ist dieselbe. Wir müssen die Art und Weise ändern, wie wir leben, essen, trinken und konsumieren.

Wir müssen die Ozeane schützen.

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